2021


Das „Medizinalpersonal“ der Mairie Ratingen um 1810

Im Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, Bestand Großherzogtum Berg, Nr. 11394, befindet sich eine Akte, die u.a. eine Aufstellung des „Medizinalpersonals“ in der Mairie Ratingen enthält. Diese Akte ist eine interessante personengeschichtliche Quelle über die Personen, die um 1800 in Ratingen im Gesundheitswesen tätig waren. Darüber hinaus brachten weitergehende Recherchen zu dem Apotheker Korte und dem Wundarzt Eisenhuth Erkenntnisse über die vermutlich erste Apotheke in Ratingen und über den Berufsstand der Wundärzte.

Dieser Aufsatz ist in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 2005/1 erschienen. Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Wohnort

Vor- u. Zuname

Alter

Dienst-jahre

Geburtsort

Datum der

Concession

amtliche Wirksamkeit

Ratingen

Joseph Sigismund Loeven

57

36

Mintard in der Mairie Mintard

im Jul. 1774

als Arzt

 

idem < = derselbe>

 

33

 

2. Jun. 1777

Physicus

< = Amtsarzt >

Ratingen

Vincent Paul Sonderland

25

1 ½

Kayserswerth

3. Mertz 1809

als Arzt

Ratingen

Henrich Wilhelm Korte

78

54

Ratingen

11. Jun. 1756

als Apotheker, lebenslänglich

Ratingen

Ludwig Eisenhuth

43

17

am weißen thurm bei Coblentz

18.5.1793

als Wundarzt

 

idem

 

3 ¾

 

25. Januar 1806

als Geburtshelfer

Ratingen

Christoph Lucas

44

16

Ratingen

24. Jul. 1794

als Wundarzt


Ratingen Haus Ecke Marktplatz/Bechemer Str., Wohnung des Apothekers Korte (Federzeichnung v. Th. Sternberg 1911)


Gustorfer Bürger im ältesten Kirchenbuch

D. Schnorrenberg hat in der Vereinszeitschrift “Düsseldorfer Familienkunde” 1976, Heft 3, ein alphabetisches Verzeichnis der Familiennamen im ältesten katholischen Kirchenbuch von Grevenbroich-Gustorf aufgestellt. (Taufen: 1625-1662, Trauungen 1649-1662, Sterbefälle 1642-1662)

Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus der Liste:

Adolpff

Becker

Beirman

Berrendorf

Borsch/Boersch

Brauweiler

 


Liste der Höchstbesteuerten des Cantons Mettmann aus dem Jahre 1812

In den Akten des Großherzogtums Berg im Landesarchiv befinden sich Listen der sog. „Notablen“, der Höchstbesteuerten, aus den Kantonen des Rheindepartements. Diese Listen sind angelegt worden, weil aus ihnen die Kandidaten für die Munizipalräte, die Maires und die Adjunkte gewählt werden sollten. Die Steuerpflichtigen wurden nach der Höhe ihrer Quoten eingeschrieben, so dass der am höchsten Besteuerte am Anfang steht. Zum Kanton Mettmann gehörten die Mairien Gerresheim, Haan, Hubbelrath und Mettmann.

Diese Liste wurde in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 2017/ Heft 4 abge-druckt. Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus der Liste:

 

Name u. Vorname 

des „Notablen“            

          

         Stand

Kanton       

Gemeinde  

Steuerbetrag

1.

Birschel, Henri

Propriétaire

Mettmann

Erckrath

1925

2.

Elmendorf, le Baron de

Erckrath

1125

3.

Bruchhaus, Jean Guillm.

Hasselbeck

835

4.

Benninghoven, Fréderic

Laubach

803

5. 

Hoelstermorp, Jean

Laubach

751

6.

Curten, Pierre

Dorp

665

7.

Thomashoff, Pierre

Crumbach

658

8.

Elzy, le Baron de

Crumbach

654

9.

Lingmann, Antoine

Millrath

629

 

 

Mettmann auf der Topographia Ducatus Montani, Amt Mettmann, von Erich Philipp Ploennies (1715)


Liste der Mettmanner Bürger, die 1742 Einquartierungsgeld erhalten haben

Anlass für die Zahlung von Einquartierungsgeld waren die Schlesischen Kriege von Friedrich dem Großen, bei denen auch Mettmann in Mitleidenschaft gezogen wurde. Am 4.11.1741 bezogen während dieses Krieges drei Kompanien französischen Fußvolks ihr Winterquartier in Mettmann. Durch die Einquartierung der 687 französischen Soldaten hatten die Mettmanner Bürger Kosten von 793 Talern und 77 Albus. Die Kosten für den einzelnen Soldaten betrugen 1 Reichstaler und 13 Albus, die die Bürger von der Regierung in Düsseldorf für jeden Soldaten erhielten.

Die folgende Liste befindet sich im Stadtarchiv Mettmann. Sie wurde in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ in den Heften 2008/3 und 4 sowie 2009/1 abgedruckt. Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de

Auszug aus der Liste:

Theodor Rütger Neviand bequartiert mit ein capitain und 2 Knecht ad Daß mir obige 9. rtl. 4. alb. zalt heudt bescheine hirmit.  S.R. neviant

9

4

b. cathl. Pastor Jagtfelt

    obiges ist mir von H. bürgermstr. Hahsel zalt Theod: jagtfeld.

9

4

b. reformt. pastor von Eicken

   obige 13. rtl. 56 alb. seint mir vom abgestandenen bürgermster Hah

   sel zu Dank vergüthet, welches hirmit attestirt wird, 29 ten juny 1743 

   g:  von Eicken

13

56

b. luth. pastor Metzler

   Dieße 7 rthl. 91 alb. seint mir mit Danck bezahlt d. 20 ten juny 1743     

   G: A: Metzler

7

91

 

Soldat im Quartier. Kupferstich v. E. Bück, 18. Jh


Liste der Höchstbesteuerten des Cantons Opladen aus dem Jahre 1812

In den Akten des Großherzogtums Berg im Landesarchiv befinden sich Listen der sog. „Notablen“, der Höchstbesteuerten, aus den Kantonen des Rheindeparte-ments. Diese Listen sind angelegt worden, weil aus ihnen die Kandidaten für die Munizipalräte, die Maires und die Adjunkte gewählt werden sollten. Die Steuer-pflichtigen wurden nach der Höhe ihrer Quoten eingeschrieben, so dass der am höchsten Besteuerte am Anfang steht. Zum Kanton Opladen gehörten die Mairien Burscheid, Witzhelden und Schlebusch.

Diese Liste wurde in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 2018/Heft 4 abgedruckt. Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de

 

Auszug aus der Liste

Les Notables du Canton de Opladen

 

 

Name u. Vorname 

des „Notablen“         

      Stand

   Kanton       

   Gemeinde  

Steuer-betrag

1

Lulsdorf

propriétaire <= Eigentümer>

Düsseldorf

Düsseldorf

555

2

Warner, Guillaume

Opladen

Opladen

240

3

Mylius, Baron de

Burig

628

4

Schultes, Germain

Leichlingen

236

5

Witscher, Rüdger

Leichlingen

218

6-

Müllenbach, Adolph

Lützenkirchen

236

7.

Thiel, Jacques

Leichlingen

186

Opladen auf der Preußischen Kartenaufnahme 1836-1850


Erbregister des Erbpfachtroggens in Greuenbroch 1673

Im Landesarchiv NRW in Duisburg befindet sich das Lagerbuch des Amtes Grevenbroich. Darin werden die erblichen Abgaben und Leistungen eines Amtes verzeichnet. Die Verzeichnisse erfassen die Namen und Anzahl der Grundbesitzer, die Größe ihrer Besitzungen und die Abhängigkeitsverhältnisse sowie die Höhe der Zinsabgaben. Diese Abgaben wurden im Anfang in Naturalien entrichtet.

Die hier vorliegenden Heberegister betreffen Zahlungen an den Landesherrn der Orte Grevenbroich und Gierath. Diese Listen befinden sich in der Abteilung Jülich-Berg III, Hofkammer. Diese war zuständig für die Verwaltung der Einnahmen aus den Domänen und Gefällen.

Die Liste wurde in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 2010/Heft 3 abgedruckt. Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de

Auszug aus der Liste:

Name

Malter

Viertel

Joannes Fabritius

            3

 

Zensis Schmits

 

4 ½

Johan Piell

 

6

Johan Eßer

 

8

Goert Offermann

 

14 ½

Rutger Keifen

 

15 ½

Schloß Grevenbroich.

(Paul Clemen: Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Bd. III-V. Düsseldorf 1895)


Wahllisten des Roer-Departements: Mairie Grefrath

Das Roer-Departement wurde 1798 eingerichtet. Es war in vier Arrondissements eingeteilt: Aachen, Köln, Krefeld und Kleve. Die Arrondissements waren in Kantone gegliedert, die mehrere Mairien umfassten. Im Landesarchiv NRW in Duisburg befinden sich in den Akten des Roer-Departements Listen der wahlberechtigten Bürger der Mairie Grefrath (Arrondissement Krefeld – Kanton Neuss).

Diese Listen wurden auf Grund des Senatsbeschlusses vom 4.8.1802 aufgestellt. Sie enthalten die in der Mairie Grefrath wohnenden und Bürgerrechte genießenden Bürger ab 21 Jahre.

Die Liste wurde in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 2017, Heft 3, veröffentlicht. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus der Liste

Haus-Nr.

Name des Wahlberechtigten

Beruf

1        

Schillings, Chrétien

tonnelier <Faßbinder>

2

Weyers, Rembold

cultivateur <Bauer>

3

Hoeveler, Bernard

cultivateur

4

Rothhausen, Guillaume

journalier <Tagelöhner>

5

Heckhausen, Guillaume

journalier

6

Schnitzler, Pierre

journalier

7

Schnitzler, Theodor

journalier

8

Wankum, Antoine

journalier

Kupferstich von Hogenberg 1586: Neuss und Umgebung mit Grefrath <Griefrhaet> westlich von Neuss


Die „wehrhaften Männer“ von Wittlaer, Bockum und Einbrungen

Aus dem Jahre 1813 gibt es eine Liste der „wehrhaften Männer“ von Wittlaer, Bockum und Einbrungen. Es ist nicht mehr festzustellen, ob sie noch auf Veranlassung der französischen Verwaltung oder schon auf Befehl der Alliierten aufgestellt wurde. Letztere befahlen Weihnachten 1813 die Aufstellung des Bergischen Landsturms, der Männer zwischen 16 und 60 Jahren zum Waffendienst verpflichtete. Insgesamt wurden in den drei genannten Gemeinden 135 Personen erfasst. Demnach standen für einen eventuellen Einsatz 111 „wehrhafte Männer“ zur Verfügung. Das Verzeichnis wurde in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 1996, Heft 1, veröffentlicht. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus dem Verzeichnis

Gemeinde Wittlaer:

Pastor Wm. Heinzen,

Jacob Beumer,

Christian Coenen,

Suitbert Coenen,

Preußische Landwehr-Infanterie (Uniformblatt v. R. Knötel (1857-1914)


Düsseldorfer Notariatsakten

Als wichtige Quellen für die Familienforschung gelten nicht nur die Personen-standsakten, sondern auch die umfangreichen Akten der Notare. Diese lagern für die Zeit ab 1798 im Landesarchiv NRW in Duisburg (Urkunden des Rheinpreus-sischen Notariats). In der folgenden Liste sind die Düsseldorfer Notare aufgelistet, die vielleicht für manchen Forscher in unserem Gebiet besonderes Interesse haben könnten.                                                                                                        Die Spalte 1 nennt das erste der von dem jeweiligen Notar erhaltenen Repertorien (Kennziffer der Findbücher), es folgen in Spalte 2 die Namen der Notare, in Spalte 3 wird der Zeitraum der Tätigkeit angegeben.                                                            Die Liste wurde in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 2000, Heft 2, veröffentlicht. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus der Liste

ab Repertorium             

                   2103                              Coninx, C. Peter          1825-1867

                   2250                              Ernst                            1808-1809

                   2130                              Euler, Adrian                 1811-1836

                   2137                              Euler, Josef                   1837-1871

                   2145                              Hager, Joh. Joseph       1787-1814

 

 Notar nimmt am Krankenbett ein Testament auf. Holzschnitt aus Petrarcas Trostspiegel 1539


„Verzeichniß der im Rheindepartement befindlichen Quacksalber“

Im Landesarchiv NRW gibt es eine Liste der Quacksalber im Rheindepartement, das seit 1806 ein Teil des Großherzogtums Berg war. Das Verzeichnis trägt kein Datum. Es wurde wohl ca. 1812 angelegt.

Bereits die Polizeiverordnung des Herzogtums Jülich/Kleve/Berg von 1554 warnt vor den Kurpfuschern. 1748 und 1773 wird die Kurpfuscherei gegen Strafe verboten. 1803 werden die Verordnungen von 1773 noch einmal eindringlich wiederholt. Die folgende Liste ist sicher in diesem Zusammenhang zu sehen.

Diese Liste ist in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ aus dem Jahre 2013, Heft 4, aufgelistet. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Ausschnitt aus der Liste:

Mairie

Wohn-ort

Vor- u. Zuname

Alter

Dienst-jahre

Geburts-ort

amtl. Wirksamkeit

Bemerkung

Ratingen

Ratingen

Peter Held

-

-

 

Wasenmeister

Ungeachtet mehreren Verbothen gibt sich derselbe mit in- und äußerlichen Kuren ab

 

Wülfrath

Carl Funke

51

-

Dortmund

Wundarzt

übt zugleich die Vieharzneikunde aus, und ist nicht geprüft, mithin als solcher Quacksalber

id.

id.

Anni Christine Benten

52

-

Mettmann

Schröpferin

Das Schröpfen ist eine chyrurgische Operation, deshalb also Quacksalberin

Arzt und Pflegerin am Krankenbett. Holzschnitt aus: Cicero, De officiis, Augsburg, Steyner 1531


Eine Kirchenrechnung der St. Walburgis-Pfarre zu Kreuzberg

Kreuzberg war einst Sitz eines Hauptgerichts im Norden des ehemaligen Herzogtums Berg. Die Kreuzberger Kirche stand unweit von Kaiserswerth an der Straße von Düsseldorf nach Duisburg. Sie wurde während des Konfliktes des Kölner Erzbischofs mit den Franzosen im Jahre 1688 aufgegeben. Auf dem Speicher des Kalkumer Pfarrhauses wurden Kirchenrechnungen der Pfarrei aus dieser Zeit entdeckt, welche die Einnahmen und Ausgaben der Pfarre aufzeichnen und einen Ersatz für die verlorengegangenen Kirchenbücher darstellen.

In einem Aufsatz der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ aus dem Jahre 1985, Heft 3, sind diese Rechnungen und ein Register der in den Kirchenrechnungen von 1681 aufgeführten Namen abgedruckt. Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

 Auszug aus den Rechnungen:

 Empfang deß grundtzinsen gelts vom Jahr 1677

Weinandt, der Scheifhälßges Tochter hat, gibt Jahrlich wegen Ihrer           behausung an der pothgaßen                                                                   5 albus

Peter Speickernagel gibt wegen des guitgens in der schleiuergassen    1 albus

Jurgen Westhouen gibt wegen eines morgen landts im dickelter feldt     1 albus

Cruitzburg = Kreuzberg (Ausschnitt aus der Karte der Grafschaft Moers von Mercator um 1590)


Verein für Computergenealogie
 
CompGen-Forschungstipps für Familienforscher - Anfänger, Fortgeschrittene und Spezialisten als informative und hilfreiche Videopräsentationen bei Youtube.

Die Kirchhofbelegung 1767/74 zu Neukirchen bei Hülchrath

Infolge des stetigen Bevölkerungswachstums im 18. Jahrhundert musste der alte Kirchhof jeder Pfarre zwangsläufig im Laufe der Zeit zu klein werden. So schritt man in Neukirchen, das zum Dingstuhl Hülchrath gehörte, im Jahre 1767 zu einer Neuaufteilung des südlich der Kirche gelegenen Teiles des Kirchhofes. Sieben Jahre später wurde dann auch der nördliche Teil neu aufgeteilt. Christian Wiltsch hat diese Kirchhofbelegung in einem Aufsatz der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ aus dem Jahre 1995, Heft 4, aufgelistet und in einem Situationsplan die Belegung des 18. Jahrhunderts rekonstruiert. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus dem Situationsplan:

Linea 3

            N   1:   Jakob Gilles                                                     4 Gräber

            N   2:   Henrich Dampf ex Hulchrath                           4 Gräber

            N   3:   Erbgh. Oberländer ex Muhlrath                       6 Gräber

            N   4:   Winand Dicken ex Munchrath                         4 Gräber

            N   5:   Jacob Bock ex Speck                                      4 Gräber

            N   6:   Jacob Charge ex Hulchrath                             6 Gräber

            N   7:   Henrich Cöltgen ex Neuk.                                4 Gräber

            N   8:   Jacob Grosmann ex Neukirchen                     4 Gräber

 

Hülchrath. Aus: Merians Topographia Germaniae 1646


Steuerlisten aus Eller von 1797 bis 1799

Im Stadtarchiv Düsseldorf gibt es ein Buch mit den Hebelisten der Honschaft Eller von 1797 bis 1799. Zu dieser Zeit war das Herzogtum Berg von den Franzosen besetzt. Die Truppen verlangten hohe Kontributionen und Fouragelieferungen, die teilweise in den Listen erkennbar sind. Die Ablieferungen von Weizen, Roggen, Hafer, Heu, Stroh und Klee mussten zu unterschiedlichen Standorten erfolgen oder wurden auch teilweise von den französischen Truppen des 4. und 6. Kavallerieregiments kassiert.

Diese Steuerlisten sind in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ Heft 2/1995 abgedruckt. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus der Gesamthebeliste der Honschaft Eller:

Hof/Kotten          Morgen    Weizen    Roggen   Hafer   Heu   Stroh   Reistaler   Stüber    Heller

Ludwig Leisten                                                      475     798    496       89           36           12

Peter Kohnengut          12        17            35          412     772    438       52           50           12

Neuenbüßel                                                          128     368    180       46           05           12

Döhresgut                    28          6            11         109      220    111       21           30

Richart am Brandenhof                  

33         17           35         388      579    372       44           23           12

 

Haus Eller 1832. Lithographie von A. Brögelmann


Rheinschiffer Anno 1794

Die Zeitung „Der Stadtkölnische Reichskurier“ erschien von 1794 bis 1798. Unter den vielen Meldungen des Jahres 1794 erschien in nicht sehr regelmäßigen Abständen eine Rubrik „Schenkenschanz“. Unter dieser Rubrik wurden die Schiffer mit ihrem Schiff genannt, die die „Schenkenschanz“ rheinaufwärts oder rheinabwärts passierten. Das wird besonders Familienforscher interessieren, die mit Rheinschiffern in dem hier in Betracht kommenden Zeitraum zu tun haben. Die Schenkenschanz führt ihren Namen zurück auf die im Jahr 1587 im Gabelungswinkel von Rhein und Waal von dem Feldhauptmann Martin Schenk von Nideggen angelegten Festung.

In Heft 2/1989 der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ werden die Meldungen von der Schenkenschanz von April bis September 1794 aufgelistet. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus der Liste der Meldungen:

Schenkenschanz von dem 24. May:

Nach Köln fuhr vorbei:

Den 22. des Morgens um 11 Uhr, Bernard Deutz mit seinem Schiffe von Rotterdam.

Von Köln sind vorbei gefahren:

den 23. des Morgens um 11 Uhr, Ger. und Peter Meyer mit ihren 2 Bündern und Lichtern nach Amsterdam.


Aufriss der nassauischen Jacht von 1772. Kolorierte Federzeichnung von B. Hundshagen 1818


Militärdienst für die Franzosen - Heerdter Bürger 1801- 1814

Während der Zugehörigkeit unserer Heimat zum Kurfürstentum Köln bestand für die Bewohner keine Militärdienstpflicht. Das wurde aber anders beim Übergang zur Franzosenherrschaft nach der Französischen Revolution. Nunmehr wurden auch unsere jungen Männer in das französische Heer eingereiht. Besonders Napoleon brauchte für seine Kriege immer wieder Soldaten, um sein Heer zu vergrößern und die entstehenden Lücken auszufüllen. Von der Militärverwaltung wurde zunächst die Anzahl der Wehrpflichtigen der jeweiligen Gemeinde festgestellt. Im Landesarchiv NRW in Duisburg gibt es zur Mairie Heerdt, Departement Roer, detaillierte Namenslisten von 1801 bis 1814 (13 Jahre lang) über die Wehrpflichtigen, in denen auch die Gründe für die Ausmusterung notiert wurden. Für die Familienforschung sind natürlich alle diese Details wertvoll.

In den Heften der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 2008/3 und 4 und 2009/1 sind diese Namenslisten der Heerdter Wehrpflichtigen aufgelistet. Die Hefte können bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus der Liste:

1808

Nackaten

Johann Heinrich

Heerdt

Nr. 119: Wehrpflichtiger Tirailleur bei der Garde

1809

Heyers

Johann Joseph

Heerdt

Nr. 116: Untauglich wegen mangelnder Größe

1809

Pütz

Johann Joseph

Heerdt

Nr. 120: Im Depot: hat einen Bruder bei der Armee


Völkerschlacht bei Leipzig 16.10.1813. Stich nach einer Zeichnung des Augenzeugen Christian G. H. Geißler


Huldigungsliste des Amtes Mettmann vom 27.-29. November 1730

Die Huldigungsliste ist eine Art Bevölkerungsliste; hier leisteten die Bürger beim Regierungswechsel dem Landesherrn den Treueeid. Die Huldigungsliste von 1730 in Jülich-Berg ist eine Eventualhuldigung, d.h. der Kurfürst Karl Philipp hatte mit Erlass vom 21.7.1730 eine Eventual-Erbhuldigung für seinen Bruder Franz Ludwig, Erzbischof und Kurfürst von Mainz, als künftigen Landesherren von Jülich-Berg angeordnet. Die Liste gibt kein lückenloses Verzeichnis der Bevölkerung wieder, denn es huldigten in der Regel nur die Haushaltungsvorstände, doch gibt sie einen Überblick darüber, welche Familien damals in Mettmann wohnten. Die Huldigungsliste befindet sich im Landesarchiv NRW in Duisburg. Sie wurde in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 2001, Heft 3 und 4, und 2002, Heft 1 und 2, abgedruckt. Kopien der Listen können bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de

Auszug aus der Liste:

Freyheit Medtman:

Bausenschmaldt                                              Henrich

Blanck zu Hornshauß                                      Arnoldus

Breidtbach                                                      Conradt

Burg im Gintherguth                                       Adolff

Clevenhauß (Rath)                                          Engel

Drenck, ahn der                                              Joahnn Jacob

Grundt zu Haugenhauß                                  Peter

Güdenhauß ahn der Lütgesheide                    Lütgen

Haßell (Scheffe)                                              Johann

Haug (Scheffe)                                              Johannes

Hermeshauß                                                    Johannes

Hoff, ahm Kurßhauß                                      Hanß Peter

Holtershoff ahm Kurßhauß                             Peter

Horster ahm Traubendahl                               Adolff

Hoxschmalt                                                     Gordt

Hubbertzkaul                                                  Tonnes

Juffernbroich zu Untenotzbach                      Johannes


Mettmann auf der Preußischen Uraufnahme (1836-1850) Nr. 4707


Das Bürgerbuch von Kaiserswerth

Das Kaiserswerther Bürgerbuch kann im Landesarchiv NRW in Duisburg eingesehen werden. Es beginnt 1558 und endet 1768.

Die Bürgeraufnahmen für die Neubürger einer Stadt wurden im Bürgerbuch aufgezeichnet. In der Regel kam nur ein kleiner Kreis der Einwohner als Bürger in Frage. Der Bewerber musste ehelich geboren, christlichen Glaubens und ein ehrliches Gewerbe – früher auch Grundbesitz – nachweisen. Bei der Einbürgerung musste der Neubürger den Bürgereid schwören, ein Bürgergeld bezahlen und – in den meisten Fällen – einen Ledereimer für die Brandbekämpfung abliefern.

Bürgersöhne mussten, wenn sie mit 24 Jahren volljährig geworden waren, ebenfalls den Bürgereid schwören. Für Auswärtige erleichterte die Heirat mit einer Bürgerstochter die Aufnahme in die Bürgerschaft.

Diese Bürgeraufnahmen von Kaiserswerth sind in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ von Heft 1/2003 bis Heft 1/2007 abgedruckt. Kopien der Listen können bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus der Liste:

D’Alff, Peter (Dominus)                               1650, Seite 156R

von Angermundt, Wilhelm                            1644, Seite 139R

von Anhalt, Jan (Hamecher)                          1631, Seite 97

Arbeiter, Rutger von Loßen                          1627, Seite 89

Balckhausen, Gerardus (Meister)                  1650, Seite 156R

Barß, Abraham (1/2 Jahr Ausstand)              1642, Seite 133

Barß, Abraham (von Nimwegen)                  1644, Seite 139R

Becker, Friedrich                                           1652, Seite 159R

Becker, Friedrich                                           1653, Seite 160R/161

Bercks, Wilhelm                                            1637, Seite 119

Bergfeld, Daniel                                            1647, Seite 150

Bergfeldt, Lenhard                                        1645, Seite 144


Ansicht von Kaiserswerth vor 1702 nach einem holländischen Stich


"Handschriften lesen lernen mit einem Schulschreibheft von 1822“

Die Virtuelle Vestische Geschichtswerkstatt freut sich, mit der zweiten,
völlig neu überarbeiteten Auflage des Lesepaukers 1 ein Konzept zum
informellen Lernen bei der Entzifferung von Handschriften, durch die
Einbindung eines Briefbüchleins mit über 80 verschieden ausgeprägter
Handschriften für Werktagsschulen (1838), vorlegen zu können.
Behandelt werden zeitgemäße Themen in hochdeutscher Alltagssprache, in
bekannten Örtlichkeiten, als Hilfestellung und Verankerung einzelner
wiederkehrender Buchstaben und Silben.

Bei den Briefübungen im Schulheft einer Schülerin der Elementarschule in
Lippramsdorf aus dem Jahre 1822 wird thematisiert die regionale
Sprachlehre in der Behandlung von Buchstaben, Silben und Wörtern, wie
auch der Aufbau der Satzteile und der Grammatik. Beschrieben wird ebenso
die zeitliche Rechtschreibung und der Einsatz des runden oder spitzen s
und des Eszett oder scharfen S an der richtigen Stelle.
Gechildert wird die Vorbildung der zu der Zeit in Lippramsdorf bei
Haltern tätigen Lehrer und das Schulwesen um 1782 im Vest Recklinghausen
und die Schulstruktur um Haltern zu Anfang des 19. Jahrhunderts.

Im bebilderten Anhang beschrieben werden Schreibschriften, Gänsekiele
und deren Bearbeitung mit dem Federmesser, wie auch die richtige
Schreibhaltung und die Herleitung der Kanzlei- und Kurrentschrift durch
den Schreibmeister Mathey.
INFO:
Das 276 Seiten starke Hardcover-Buch im A 4 Hochformat wird nach
bestellter Auflage gedruckt und kann bis zum 13.04.2021 für 31,50 Euro
plus Versandkosten vorbestellt werden bei Dagmar Krauß, E-Mail.:
dagmar.krauss@tu-dortmund.de <mailto:dagmar2.krauss@tu-dortmund.de>


Liste der Höchstbesteuerten des Kantons Ratingen aus dem Jahre 1812

In den Akten des Großherzogtums Berg im Landesarchiv NRW in Duisburg befinden sich Listen der sogenannten „Notablen“, der Höchstbesteuerten, aus den Kantonen des Rheindepartements. Diese Listen der Höchstbesteuerten anzufertigen, wurde durch ein kaiserliches Dekret vom 15.3.1812 befohlen. Demnach sollten die Steuerdirektoren der einzelnen Departements die Listen nach den Heberollen von 1812 anfertigen lassen. Die Listen enthalten Namen, Vornamen, Stand, Kanton und Wohnort des Steuerpflichtigen.

In der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 2016/Heft 2 ist die Liste des Kantons Ratingen abgedruckt. Dazu gehörten damals die Mairie Ratingen, die Mairien Eckamp, Mintard, Angermund und Kaiserswerth.

Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

                                               Notables du Canton de Ratingen

 

Name u. Vorname 

des „Notablen“            

          

         Stand

Kanton       

Gemeinde  

Steuerbetrag

1

Brügelmann, Guill.

Negociant <Händler>

Ratingen

Eckamp

1562

2

Rademacher, Henri

Propriétaire <Grundbesitzer>

id.

Serm

560

3

Kimpenhaus, Sire

id.

id.

Bracht

437

4

Brors, Henri

id.

id.

Bockum

382

5

von Katz

id.

id.

Breidscheid

368

6

Thomashof, j. Guill.

id.

id.

Bracht

355

7

Kelz, Gerard

id.

id.

Lohausen

352


Haus zum Haus bei Ratingen (16. Jh.). Federzeichnung von G. A. Fischer 1892


Familienregister der Pfarre Heerdt aus dem Jahre 1744

Hans Heubes hat in Heft 3/1979 der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ ein Familienregister der Pfarre Heerdt aufgelistet. Der Heerdter Pfarrer hatte 1744 diesen „Statusanimarum“ von Heerdt erstellt. Das Einwohnerverzeichnis beinhaltet auch die Kinder unter12 Jahren. Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str.26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96,E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus der Liste:

Antzel: Oberkassel: Andreas Antzel / Maria Dresen

Aretz: Oberkassel: Michael Aretz / Maria Kloven uxor / Anna Sophia filia 1745 Aug. / Maria Christina 1746 Dez. / Benedictus 1749 Mart.

Die Kirche in Heerdt (J. Bellut 1874)


Die Hauptleute und Zugführer der Düsseldorfer Bürgerwehr im Jahre 1848

Am 17.3.1848 wählten die Düsseldorfer Schützen ihren neuen Vorstand. Vorsitzender wurde der Textilkaufmann Lorenz Cantador. Während der Versammlung traf aus Berlin die Nachricht vom Ausbruch der Revolution ein. Wenige Tage später wurde die Bürgerwehr aufgestellt, der die Sebastianer-Schützen geschlossen beitraten. Zum Chef der Truppe wurde Lorenz Cantador berufen. In Heft 2/1998 der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ hat Jakob Kau die Namen der Hauptleute der Bürgerwehr sowie die Namen der Zugführer und ihrer Stellvertreter aufgelistet.Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str.26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus der Liste:

Hauptmann Geh. Rat Arndts

Stellvertreter Karl Hilgers

Zugführer Dachdeckermeister Fuchs

Stellvertreter Kaufmann Knein

Lorenz Cantador, Chef der Düsseldorfer Bürgerwehr 1848. Scherenschnitt von Müller?,  Stadtmuseum Düsseldorf.


Steuerpflichtiger Grundbesitz in Derendorf um 1738

Das Düsseldorfer Stadtarchiv besitzt ein aus dem Jahr 1738 stammendes Verzeichnis der steuerpflichtigen Häuser in der „stadt Düßeldorff und auswendigen Vier kierspelen, als nemblich Hamm Und steinen, Volmerswerth, Bilk und Derendorff“. In der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 1974, Heft 4, hat Jakob Kau den steuerpflichtigen Grundbesitz um 1738 in Derendorf aus dieser Quelle aufgelistet. Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str.26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus der Liste:

her hofrath Kyllman haus und erb 35 rthl 20 alb 2h

wittib wehebusch zwey häuser 10 rthl

Hilgerus Gehay haus und erb 7 rthl

peter Sommers haus 8 rthl

Erläuterung: rthl=Reichstaler, alb=Albus, h=Heller

Bild: Pastorat in Derendorf 1817. Zeichnung v. Cl. M. Weyhe


Verzeichnis der in fremden Diensten sich befindenden und der Conscription vom Jahre 1806 unterworfenen Individuen

1806 wurde das Großherzogtum Berg aus dem bisherigen Herzogtum Berg und dem rechtsrheinischen Teil des Herzogtums Kleve gebildet. Seit dieser Zeit gab es die Militärdienstpflicht für junge Männer. Die Militärverwaltung stellte Rekrutierungslisten nach Altersklassen für die Armee auf. Diese Listen werden im Landesarchiv NRW in Duisburg aufbewahrt. Eine dieser Listen, welche die jungen Männer aus dem Bereich Düsseldorf verzeichnet, die sich in fremden Militärdiensten befinden, wird hier gezeigt. Sie wurde am 6.7.1807 in Düsseldorf erstellt. Diese Liste ist in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 2019, Heft 4, abgedruckt. Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus der Liste

Familienname           Taufname         Geburtszeit      In welchen Diensten                                                                                                     sie sich befinden

 

 

1781

 

Reuter

Joh. Henr.

28. Jan.

in königlichen bayer. Diensten

Heubes

Joh. Wilh. Leon.

11. Febr.

dito

Saur

Christ. Franz Jos.

2. Ap.

Chyrurg. pract. dito beim 3. leichten Infanterie Regiment

d’Harold

Mar. Adelh. Fran.

24. May

Officier in österreichischen Diensten

von Mylius

Fr. Pet. Mich. Jos.

29. Sept.

Officier bei dito im Rgmt. Coburg

 


Informationen zu Personen aus Düsseldorf im 18. Jahrhundert aus dem Quittungsbuch des Ministers von Schaesberg

Im Düsseldorfer Jahrbuch 1980, Band 57/58,Seite 114, beschreibt Leo Peters anhand des Quittungsbuchs der Ministerfamilie von Schaesberg 1707-1723 „Adeliges Stadtleben im Düsseldorf des Kurfürsten Johann Wilhelm“. Johann Friedrich Graf von Schaesberg war Finanzminister unter Jan Wellem. Er lebte mit seiner Familie in der Ritterstr. 16/18 in Düsseldorf. Das Quittungsbuch, das von 1707 bis 1723 von ihm geführt wurde, gibt ein Bild vom Leben des Düsseldorfer Hofes zu der Zeit. In diesem Buch haben Handwerker, Kaufleute, Hofbedienstete, Fuhrleute etc. quittiert, wenn sie Dienstleistungen erbracht oder Waren geliefert hatten. Damit ist das Buch eine wertvolle personengeschichtliche Quelle für Düsseldorf von1707 bis 1723. Diese Personen sind in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 4/2017, aufgelistet. Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus der Liste:

Baden, Balthasar

Kranenmeister

1711-1718

∞ 1711 Johanna Elisabeth Fürsprach (2)

Beckmann, Hilger

Schreinermeister

1707

H. Beckmann verkaufte 1712 sein Haus „Zum Grafenberg“, Hunsrückenstr. 18, an Peter Cremer ∞ Catharina Odilia Gohrs (1)

Bergs, Stephan

Schrödermeister

1711-15

 

Broichmans, Adolf

Ofenschmierer

1716-17

 

Busch, Michel

Korbmacher

1714

∞ 1707 Helene Johanna Harsche (2)

 


Sonderfälle in der Familienforschung bei Eheschließungen (Verwandtenehen, konfessionelle Mischehen)

Herr Blömer gibt einen geschichtlichen Abriss über die Verwandtenehe in der Geschichte. Diese wurde zu Anfang weitgehend gestattet. Später legte das Konzil von Trient im 16. Jahrhundert endgültig fest, welcher Verwandtheitsgrad ein Ehehindernis war: Verwandtschaft im 2., 3. und 4 Grad. Von diesen Ehehindernissen konnte das bischöfliche Ordinariat Dispens erteilen. Diese Dispense sind natürlich für Familienforscher interessant.

Weiterhin behandelt Herr Blömer die konfessionelle Mischehe, die in Jülich-Berg wegen des Nebeneinanderlebens beider Konfessionen häufig war. Bei diesen Eheschließungen setzte sich bei der Bestimmung der Konfession der Kinder bis ca. 1820 folgende Regel durch: die Söhne hatten die Konfession des Vaters, die Töchter die der Mutter. Er geht dann noch auf die Änderungen in preußischer Zeit ein.

Der Aufsatz ist in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 2001, Heft 3, erschienen. Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Hans Sebald Beham: Bauernhochzeit (16. Jh.)


Huldigungsliste 1730 für die Honschaft Lintorf

Die Huldigungsliste befindet sich im Landesarchiv NRW in Duisburg. Anlass für den Treueeid der Untertanen war die Eventualerbhuldigung für Franz Ludwig, Erzbischof und Kurfürst von Mainz, die Karl Philipp, Herzog von Jülich-Berg, 1730 anbefohlen hatte, weil er fürchtete, ohne männlichen Erben zu sterben. Zur Huldigung aufgerufen waren die „Bürger, Einwöhner, Pfächter, Beywöhner, junge Manspersohnen und Söhne, so von zwantzig oder mehr Jahren“. Der Aufsatz ist in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 2002, Heft 4, erschienen. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de. Auszug aus der Liste „Auß dem Landgericht Bruggen und Honschaft Lintorff“

H. Pastor Notbeck in der Wiedenhoffen

H. Lieutnant Hermanß auff der Beck

Johan Adolff Sentgen zu Kornß,

Scheffen Henrich Ritterskamp zu Jungholtz,

Scheffen Erwin ahm Rham

Herman Fuß zu Helpenstein

Johann aufm Ritterskamp

Bildunterschrift: Lintorf auf der Karte der Rheinlande von Müffling (1824) Nr. 4606


Hilfe zur Familienforschung: Verwandtschaftsgrade, Verwandtschafts-bezeichnungen und -beziehungen, (PDF)


Was machte Großvater in der Nazizeit? Eine Anleitung zur Recherche.

Krieg und Faschismus sind lang vorbei. Aber beides scheint in vielen Familien fortzuwirken. Was war damals los, warum sind meine Eltern "so komisch"? Kinder, Enkel, Enkelinnen suchen - wie sie das machen, was sie herausfinden, das lesen Sie hier.


Das Lagerbuch von St. Nikolaus in Düsseldorf-Himmelgeist

Lagerbücher werden von der Grundherrschaft oder einer bestimmten Herrschaft zur Feststellung der fälligen Abgaben einzelner Grundstücke angelegt, für die der Grund- oder Landesherr Besitzrechte hatte. Im Pfarrarchiv von St. Nikolaus zu Himmelgeist befindet sich das Lagerbuch der Pfarre. Udo Oerding hat in der „Düsseldorfer Familienkunde“ eine Abschrift des Inhaltsverzeichnisses und des alphabetischen Namensregisters aufgelistet. Der Aufsatz ist in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 1980, Heft 3, erschienen. Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, KrummenwegerStr. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail monika.degenhard@t-online.de.

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis Nr. 34:                                         Anniversarienstiftungen unter Pastor Haugh, eingetragen vom Küster Mathias Tietz, für: Bernd auf der Gassen S. 96; Adolf Conen S. 96; Werner Hamm, Pastor in Himmelgeist S. 97; Henrich Conen S. 9.

Bildunterschrift: Karte von Himmelgeist 1786 (Landesarchiv NRW, Stift Gerresheim, Akten 44a)


Alt-Düsseldorfer Zeitungen von 1769 - 1770

Hans Heubes stellt in seinem Aufsatz „Alt-Düsseldorfer Zeitungen“ aus diesem Zeitraum vor. Er erläutert ihren Inhalt an vielen Beispielen, z.B. aus den „Gülich und Bergischen wöchentlichen Nachrichten“ vom 2. - 9. Mai 1769 in der Rubrik “Bey hiesiger Residenz den Rhein auf-und ab passirt und angekommene Schiffe“. Der Aufsatz ist in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 1974, Heft 2, erschienen. Eine Kopie des Aufsatzes kann bezogen werden bei Monika Degenhard, KrummenwegerStr. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail monika.degenhard@t-online.de.

Anton Knipsheer nacher Cöllen mit Holtz Waaren,                                                     Jan Weil nacher Cöllen mit schwartzem Brand,                                           

H. Hubel von Grimlinghausen dahier mit Früchten angekommen,                     

Wilh. Kehr von Cöllen nacher Holland mit Oberländischen Waaren

Bildunterschrift: Düsseldorfer Zeitungen (Heubes-Archiv)


Uneheliche Kinder in Kirchenbüchern und Standesamtsurkunden

In seinem Aufsatz unterscheidet Alfred Blömer zwischen vorehelich erzeugten und auf die Dauer unehelichen Kindern. Zuerst berichtet er über die Beurkundung der unehelichen Kinderin den Kirchenbüchern bis ca. 1800 und weiterhin über die Beurkundung in jüngerer Zeit (seitca. 1770). An vielen Beispielen zeigt er, wie es seit 1770 schwieriger geworden ist, den Kin-desvater zu ermitteln.Der Aufsatz ist in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 1997, Heft 1, erschie-nen. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bildunterschrift: Wochen- und Kinderstube, Holzschnitt v. Meister d. Egenolffschen Offizin


Genealogische Auswertung von Gerichtsakten – Prozessakten, Kauf- und Erbungsbüchern

In seinem Aufsatz stellt Alfred Blömer ausführlich Schöffengerichte, Appellationsgerichte und das Reichskammergericht vor. Genealogisch ergiebig sind Akten beim Appellationsgericht und die Kauf- und Erbungsbücher. Alfred Blömer erläuterte mit vielen Beispielen, wie man diese Akten für familiengeschichtliche Zwecke auswerten kann. Der Aufsatz ist in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 1991, Heft 1 und 2, erschienen. Die Hefte können bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bildunterschrift: Richter und Zeugen, Holzschnitt 16. Jh.


Patennamensitte oder Erb- und Leitnamensitte

In diesem Aufsatz beschreibt Alfred Blömer an Hand vieler Beispiele die Patennamensitte und die Erb- oder Leitnamensitte. Letztere besagt, dass bei der Namensgebung der neugeborenen Kinder eine bestimmte vorgeschriebene Reihenfolge eingehalten wird: der 1. Sohn heißt wie der Großvater väterlicherseits, der 2. Sohn heißt wie der Großvater mütterlicherseits, die 1. Tochter heißt wie die Großmutter mütterlicherseitsdie 2. Tochter heißt wie die Großmutter väterlicherseits. Blömer erläutert auch die Sonderfälle bei dieser Namensgebung und beschreibt, welche Hilfe sie bei der richtigen Bestimmung der Vorfahren sein kann.Der Aufsatz ist in der Vereinszeitschrift „Düsseldorfer Familienkunde“ 1984, Heft 2, erschienen. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bildunterschrift:Die Taufe, Holzschnitt 15. Jh.

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