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Düsseldorfer Verein für Familienkunde e.V.

2020


Liste der Mettmanner Bürger, die 1742 Einquartierungsgeld erhalten haben

Anlass für die Zahlung von Einquartierungsgeld waren die Schlesischen Kriege von Friedrich dem Großen, bei denen auch Mettmann in Mitleidenschaft gezogen wurde. Am 4.11.1741 bezogen während dieses Krieges drei Kompanien französischen Fußvolks ihr Winterquartier in Mettmann. Die Franzosen zogen im Herbst 1742 nach Böhmen ab.

Im Vorspann zu dieser Liste wird von den Unkosten berichtet, die die Bürger der Stadt Mettmann durch die Einquartierung der 687 französischen Soldaten hatten. Diese belaufen sich auf 793 Taler und 77 Albus. Es schließt sich eine Berechnung der Unkosten für den einzelnen Soldaten an, die ergibt, dass die Bürger von der Regierung in Düsseldorf für jeden Soldaten 1 Reichstaler und 13 Albus erhalten.

Die Liste befindet sich im Stadtarchiv Mettmann. Sie wurde in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2008, Heft 3, veröffentlicht. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Austheilungs zettull

Uber 793 rthl 77 alb. licht Einquartierungsgelt in der freyheit Mettmann in puncto Königl: franzoßischer Einquartierung de anno 1741 in 1742.

 

Anzahl Soldaten

Reichs-

taler

Albus

Theodor Rütger Neviand bequartiert mit ein capitain und 2 Knecht ad Daß mir obige 9. rtl. 4. alb. zalt heudt bescheine hirmit. S.R. neviant

8

9

4

b. cathl. Pastor Jagtfelt

obiges ist mir von H. bürgermstr. Hahsel zalt Theod: jagtfeld.

8

9

4

b. reformt. pastor von Eicken

obige 13. rtl. 56 alb. seint mir vom abgestandenen bürgermster Hahsel zu Dank vergüthet, welches hirmit attestirt wird, 29 ten 

juny 1743  g: von Eicken

12

13

56

b. luth. pastor Metzler

Dieße 7 rthl. 91 alb. seint mir mit Danck bezahlt d. 20 ten    juny

1743  G: A: Metzler

7

7

91

b. Joh: Wilh. Bornemann

8

9

4

dieße 9. rtl. 4 alb. seint mir richtig bezahlt worden joh: wilh:bornemann

 

 

 

b. Johann Peter Wetter

Dießes hab ich alß Voormünder empfangen godtfried wetter

8

9

4

b. Wilhelm Danger

obige 16 rtl. 95 alb. seint mir von bürgermster Hahsel bezahlt, Den 30 ten augt. 1743    W: Danger

15

16

95

b. Johann Wilhelm Houg

Dieße obige 13. rtl. 56. alb. mir von herren Meister hahsel bezahlt;  Rudolphus Houg.          

12

13

56

Bild: Soldat im Quartier. Kupferstich v. E. Bück, 18. Jhd.


Huldigungsliste 1730 für die Stadt Ratingen und die Honschaft Meiersberg

Seit der frühen Neuzeit verpflichteten die Herzöge von Jülich-Berg nicht nur Adelige und Amtsleute, sondern auch die einfachen Leute, den Treueeid auf den Landesherren zu leisten, wenn die Nachfolge des Fürsten nicht gesichert war. Zu einem bestimmten Termin mussten in der Regel die Haushaltsvorstände zur Huldigung antreten. Nach einem Gottesdienst legten die Einwohner den Treueeid vor den landesherrlichen Beamten ab. Der Gerichtsschreiber notierte genau die Namen. So sind diese Huldigungslisten zwar kein lückenloses Einwohnerverzeichnis aber eine wichtige personengeschichtliche Quelle über die in dem jeweiligen Ort ansässigen Familien. Anlass für den Treueeid der Untertanen war die Eventualerbhuldigung für Franz Ludwig, Erzbischof und Kurfürst von Mainz, die Karl Philipp, Herzog von Jülich-Berg, 1730 anbefohlen hatte, weil er fürchtete, ohne männlichen Erben zu sterben.                                      Die Huldigungsliste aus dem Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, in Duisburg, wurde in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2002, Heft 3, veröffentlicht. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Es folgt ein Auszug aus der Liste mit den Bewohnern der „gantzen Oberstraß von Haubtmannen Buell Behaußung ahn zu rechnen, der halbe Marck und die gantze Bechemerstraß biß zu den drey Königen“:

Johan von der Wilpen      

Johann Nußer

Wilhelm Faßbender

Jörgen Hollman

Johannes Beck

Johan Schmitz

Wilhelm Scholl

Daniel Schnitzler

Johannes Daniels

Monck

Wilhelm im alten Hahnen

Peter Löwen

Bild: Siegel der Stadt Ratingen (14. Jhd.)


Der Status animarum von Heerdt von 1744 

Der „Status animarum“ ist ein „Seelenverzeichnis“, das auf Grund von Synodalbeschlüssen katholischer Diözesen aufgenommen worden ist. In ihm werden die Pfarrkinder haushaltsweise aufgelistet und mit Namen, Beruf und Alter aufgeführt. Der vorliegende Status animarum wurde 1744 für Heerdt aufgenommen. Zur Pfarre Heerdt gehörten damals Heerdt, Oberlörick, Niederkassel, Oberkassel und Zoppenbroich.

Diese Liste ist in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ aus 1979, Heft 3, abgedruckt. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bild: Die Kirche zu Heerdt (J. Bellut 1874)


Der Breitscheider Rottzehnt von 1759

Der Rottzehnt war in früheren Zeiten eine Abgabe an den Landesherren, die dieser als Entschädigung für jede Rodung verlangte. Der Rottzehnt von Breitscheid, heute ein Stadtteil von Ratingen, war unterschiedlich unterverpachtet worden, deshalb waren die Besitzverhältnisse am Zehnten unübersichtlich geworden. Er sollte daher „renovirt“ werden. Aus diesem Grundist die vorliegende Liste der Rottzehnt-pflichtigen mit Beschreibung der einzelnen Stücke angelegt worden (Datum 1.2.1759, Landesarchiv NRW, Abteilung Rheinland, Jülich Berg III,882). Dazu gibt es ein Kartenbuch aus dem Jahre 1781 (LAV NRW, Karten 4306), in dem derLandmesser Caspar Joseph Nosthofen die einzelnen Grundstücke, die dem Rottzehnten unterlagen, gezeichnet hat. Diese Liste wurde in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ aus 2008, Heft 1,veröffentlicht. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str.26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bild: Zeichnung des Breitscheider Rottstücks Nr. 36 „ahn der Hutten“ mit Beschreibung des Landmessers Caspar Joseph Nosthofen

Bild: Breitscheid auf der Kartenaufnahme der Rheinlande von Müffling 1824/25 Nr. 4607


Düsseldorfer Leineweber von 1768

Im Landesarchiv NRW, Abteilung Rheinland, befindet sich in der Akte Jülich-Berg II, Nr. 4290, Blatt 18, eine Liste der Düsseldorfer Leineweber von 1768. Im 18. Jahrhundert war das Handwerk durch Teuerungen und Überbesetzungen der Handwerksberufe in eine Krise geraten. Die Regierung versuchte daher, die Zünfte zu reformieren. In dem Zusammenhang befahl Kurfürst Karl Theodor 1768, die Zunftordnungen zu überprüfen und Listen der Zunftmitglieder aufzustellen. Dabei ist die hier abgedruckte Liste der Düsseldorfer Leineweber entstanden, die in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde aus 2008, Heft 1, abgedruckt ist. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

 
 

Bild: Der Weber. Kupferstich von Schleuen, 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts


Genealogische Linksammlung des Verein Roland zu Dortmund


Informationen zu Personen aus Düsseldorf im 17. bis 19. Jahrhundert aus dem Gräflich von Hoensbroech’schen Archiv von Schloss Haag bei Geldern

Im Düsseldorfer Jahrbuch, Band 87 von 2017, Seite 41, listet Leo Peters in dem Aufsatz: „Man weis nicht bestimmt, was aus Düsseldorf wird…Verstreute Düsseldorfer Nachrichten vom 16. bis zum 19. Jahrhundert im Gräflich von Hoensbroech’schen Archiv von Schloß Haag bei Geldern“ das Ergebnis seiner Suche nach stadtgeschichtlichen Nachrichten in dem oben genannten Archiv auf. Schloss Haag, das nördlich von Geldern liegt, ist seit 1618 bis heute im Besitz der Familie von Hoensbroech. Diese Informationen zeigen welche Anziehungskraft die Stadt Düsseldorf auf die niederrheinische Adelsfamilie hatte.

In der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ aus 2020, Heft 1, ist eine Liste der in dem Aufsatz erwähnten Personen aus Düsseldorf mit genealogischen Ergänzungen abgedruckt. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

 

Bild: Schloss Haag bei Geldern (aus P. Clemen: Kunstdenkmäler der Rheinlande. Kreis Geldern 1892)


Gerresheimer Kopfsteuerliste von 1663

Aus dem Jahr 1663 gibt es im Landesarchiv NRW in Duisburg eine Kopfsteuerliste von Gerresheim (Berg. Landstände V 34, S. 135). Diese Sondersteuer wurde im Herzogtum Jülich-Berg wegen des Krieges von Ludwig XIV. gegen Holland erhoben. Das Herzogtum musste damals Soldaten zum Angriff gegen den französischen König stellen. Die Liste nennt die Bewohner nach ihren Häusern. Diese Liste wurde in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 1995, Heft 3, veröffentlicht. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bild: Gerresheim in der Topographia Ducatus Montani v. E. P. Ploennies (1715)


Eine Wittlaerer Salz-Verteilungsliste aus dem Jahre 1813

Eine der ergiebigsten Staatseinnahmen war schon früh die Salzsteuer. Um diese nicht unbedeutende Steuereinnahme sicher zu stellen, wurde vom Staat, der das Salzmonopol besaß, auf jeden Kopf der Bevölkerung ein gewisses Quantum Salz festgesetzt, das zwangsweise vom Bürger abgenommen werden musste. In der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ Heft 2/1999 ist eine Wittlaerer Salz-Verteilungsliste aus dem Jahre 1813 abgedruckt. Die Aufstellung ist unterteilt nach Namen, Wohnort, Anzahl der Personen, die sich im Haushalt aufhalten und die „so drey und über drey Jahr“ alt sind. Sie enthält zwei weitere Spalten „Hornvieh“ und „Wollevieh“. Die Menge des im einzelnen abzunehmenden Salzes ist aus den Papieren nicht zu ersehen. Die Aufzeichnungen beginnen mit dem zur Gemeinde Wittlaer gehörigen Einbrungen, es folgen Wittlaer und Bockum.

Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bild: Wittlaer auf der Karte „Rhein-Uebergang der Franzosen“ 6.9.1795 (Zeitschrift f. preuß. Geschichte 1875, S. 463)


Familienforscher treffen sich im Tuppenhof – Gäste sind herzlich willkommen

Am 13. August 2020 um 19 Uhr treffen sich nach längerer Zeit wieder die Familienforscher; diesmal im „Tuppenhof“ (41564 Kaarst-Vorst, Rottes 27). Der Tuppenhof ist Museum und Begegnungsstätte für bäuerliche Geschichte und Kultur. Der Leiter, Herr Mohr, wird durch die Räumlichkeiten und einen nach barockem Vorbild angelegten Bauerngarten führen und das altbäuerliche Hofleben erläutern. Für die Teilnahme an der Führung ist zwingend eine Mund-Nase-Abdeckung erforderlich. Mehr Informationen zum Tuppenhof hier: https://www.tuppenhof.de/index.php/home.html. Der genealogische Austausch findet im Anschluss im überdachten Außenbereich statt. Unsere Treffen sind öffentlich, und alle Hobby-Genealogen und Interessierte sind herzlich willkommen.


Die Ratinger Zunftmeister im Jahre 1768

Etwa seit dem 12. Jahrhundert schlossen sich in den Städten die meisten Handwerker zu Gemeinschaften zusammen, die später „Zünfte“ genannt wurden. Im Landesarchiv NRW befinden sich nun im Bestand Jülich-Berg II, 1828, Akten, die die Ratinger Zünfte betreffen. Es handelt sich um Bestätigungen der Zunftordnungen durch die Kurfürsten Johann Wilhelm und Karl Theodor 1712 und 1769 für folgende Ratinger Zünfte: Bäcker, Schuster und Hamacher (= Sattler), Schneider, Hutmacher, Schmiede. 1769 gab es in Ratingen nur noch die folgenden fünf Zünfte: die Schmiede-, Schuster-, Hamacher-, Schneider- und Bäckerzunft, da im 18. Jahrhundert viele Missstände im Handwerkerstand herrschten. Um Abhilfe zu schaffen und die Zünfte neu zu organisieren, hob der Kurfürst Karl Theodor 1768 alle von ihm bestätigten Zünfte auf. Die Städte wurden angewiesen, ihm die Anzahl der Zunftmeister anzugeben und Vorschläge zur Verbesserung des Zunftwesens zu machen. Der Ratinger Magistrat teilte ihm daraufhin die in der Akte aufgeführten Zunftmeister mit.

Diese Liste wurde in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2006, Heft 4, veröffentlicht. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

 

Bild: Innenansicht einer Backstube. Kupferstich aus J. E. Bertrand: Descriptions des Arts et Métiers, Neuchatel 1771


 

Anniversarien-Verzeichnis der Pfarrei St. Cäcilia Hubbelrath

Memorienbücher gibt es seit der Karolingerzeit, in ihnen sind anhand des Kalenders die Namen der Toten aufgeschrieben. Sie enthalten daher ein reiches Namengut. Am jährlich wiederkehrenden Sterbetag versammelten sich die Lebenden, um der Toten zu gedenken (lat. Memoria). In vielen Pfarreien wurden diese Totenbücher geführt, eines der ältesten, vollständig erhaltenen ist das Totenbuch von St. Gereon in Köln (12. Jh.). Das hier abgedruckte Anniversarien-Verzeichnis liegt im Pfarrarchiv Hubbelrath.

Das Anniversarienverzeichnis wurde in der „Düsseldorfer Familienkunde“, 1999, Heft 1, abgedruckt. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bild 1: Auszug aus dem Verzeichnis

 

Bild 2: Begräbnis eines Kindes. Kupferstich ca. 1700, München Kupferstichkabinett.

 


Sämtliche im Arrondissement Düsseldorf sich befindende Achsenmacher, Wagener, Stellmacher

Im Landesarchiv NRW in Duisburg liegt im Bestand Großherzogtum Berg, Nr. 10240, eine Liste der Achsenmacher, Wagner und Stellmacher im Raum Düsseldorf von 1812. Nach einem Erlass vom 24.5.1812 mussten die Bürgermeister des Arrondissements Düsseldorf unverzüglich an das Militärbüro des Präfekten des Rheindepartements in Düsseldorf eine Liste der in ihrer Gemeinde lebenden Achsenmacher abliefern. Diese Liste sollten dann einige Achsenmacher mitnehmen und sich dabei am 26.5.1812 in Düsseldorf auf der Präfektur „wegen einer in ihr Handwerk einschlägigen Entreprise“ einstellen. Dort wurde ihnen ein vierrädriger Wagen gezeigt. Die Achsenmacher wurden gefragt, ob sie einen derartigen Wagen für den Militärdienst - der Krieg gegen Russland begann im Juni 1812 - anfertigen könnten. Alle Achsenmacher erklärten, einen Wagen der vorgestellten Art nicht herstellen zu können, sie waren aber bereit, für diese Wagen Untergestelle herzustellen.

Die Liste der Achsenmacher wurde in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2007, Heft 2, veröffentlicht. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bild 1: Auszug aus der Liste

Bild 2: Stellmacher, Stich v. Porcelius 1689


Einführung in die DNA-Genealogie

Anja Kirsten Klein referierte am 14.Juli 2020 vor der Genealogisch-Heraldischen Arbeitsgemeinschaft Roland zu Dortmund über das aktuelle Thema: Einführung in die DNA-Genelaogie. Der Vortrag konnte als Live-Übertragung online verfolgt werden. Allen Interessenten steht der Vortrag nun bei Youtube zur Verfügung.  Eine schriftliche Zusammenfassung ist hier abzurufen.


Kopfsteuerliste aus dem Jahre 1673 von Mettmann

Im Landesarchiv NRW in Duisburg befindet sich unter der Signatur Bergische Landstände Nr. 486 eine Kopfsteuerliste aus dem Jahr 1673 von Mettmann. Es wurden auszugsweise die Bürger und Häuser Mettmanns erfasst, die außerhalb sowie innerhalb der Ringmauern lagen. Kopfsteuern wurden nur in bestimmten Fällen von den Landständen gebilligt. Sie sind eine Ergänzung zu den übrigen Steuern und wurden nur für eine bestimmte Zeit gewährt und meist zu Reichszwecken verwandt. 1673 wurden die Steuerpflichtigen nach Vermögen und Beruf zu verschiedenen Klassen zusammengefasst. Dadurch ähnelt diese Steuer einer Einkommensteuer.                                                                                              Diese Kopfsteuerliste wurde in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2006, Heft 4, und 2007, Heft 1, veröffentlicht. Die Hefte können bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

 

Bild 1: Auszug aus der Liste

Bild 2: Mettmann in der „Topographia Ducatus Montani“ von E. Ph Ploennies 1715


Steuerliste des Jahres 1689 für Benrath, Urdenbach, Holthausen und Garath

Im Stadtarchiv Düsseldorf wird unter der Signatur I 233 folgende Steuerliste aufbewahrt:

„Matricula oder Heebbuch der ahm 22. Juny außgeschriebener Steurn 1689“.

Die Pfälzischen Erbfolgekriege von Ludwig dem XIV. waren der Grund für diese Steuererhebung. Dabei drangen die französischen Soldaten auch plündernd in das Herzogtum Berg ein und forderten 200 000 Reichstaler Kontributionen. Die Landstände des Herzogtums Jülich-Berg waren gezwungen, diese Kontributionen zu übernehmen und verteilten sie auf die Städte und Ämter.

In der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 1995/1 sind die Zahlungen für Benrath, Urdenbach, Holthausen und Garath aufgelistet. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

 

Bild 1: Erich Philipp Ploennies: Topographia Ducatus Montani, 1715: Das Schloß Benrath.

Bild 2: Auszug aus der Liste


Die „Musik-Akademie“ zu Düsseldorf 1808/1809

Das Düsseldorfer Stadtmuseum verwahrt ein „Verzeichnis der ordentlichen Mitglieder der Music-Akademie in Düsseldorf, verfaßt den 31. December 1809“. Im Düsseldorf der Napoleonischen Zeit nannte sich eine Konzertgesellschaft, deren Vereinszweck die Musik und die Pflege des geselligen Verkehrs war, „Musik-Akademie“. Den dort alphabetisch aufgelisteten Namen, versehen mit Titeln, lässt sich entnehmen, dass es die Honoratioren der Düsseldorfer Gesellschaft waren, die das damalige Musikleben getragen haben.

Diese Liste ist abgedruckt in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 1993/3. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

 

Bild 1: „Orpheus und Amphion“ opernhafte Aufführung auf einer Simultanbühne 1585 in Düsseldorf, Kupferstich aus der „Fürstlich-Jülichschen Hochzeit“ von Graminäus 1587

 

Bild 2: Auszug aus der Liste


Die Accoucheurs (Wundärzte) und Hebammen 1802-1809, Distrikt Düsseldorf

Im Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, Bestand Großherzogtum Berg, befinden sich Akten, die u.a. eine Aufstellung der Wundärzte und Hebammen im Distrikt Düsseldorf enthalten. Diese Akten sind eine interessante personengeschichtliche Quelle über die Personen, die um 1810 zur Zeit des Großherzogtums Berg in diesen Orten im Gesundheitswesen tätig waren.

Quelle: LAV NRW, Rheinl., Großherzogtum Berg, Nr. 12518, Provinzialrätliche Akten des Arrondissements Düsseldorf

Diese Liste ist abgedruckt in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2009/2. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

 

Bild 1: Kindbettszene. Holzschnitt von Stephan Arndes 1507

Bild 2: Auszug aus der Liste


Wahllisten des Roer-Departements - Mairie Büderich -

Das Roer-Departement wurde 1798 eingerichtet. Es war das größte der vier rheinischen Departements. Es war in vier Arrondissements eingeteilt: Aachen, Köln, Krefeld und Kleve. Die Arrondissements waren in Kantone gegliedert, die mehrere Mairien (Bürgermeistereien) umfassten. Aufgelistet werden die wahlberechtigten Bürger der Mairie Büderich (Arrondissement Köln, Kanton Neuss). Diese Listen wurden auf Grund des Senatsbeschlusses vom 4.8.1802 aufgestellt. Sie enthalten die in der Mairie Büderich wohnenden und Bürgerrechte genießenden Bürger ab 21 Jahren. Aus den in den Listen genannten Bürgern sollte dann eine Kantonalversammlung gebildet werden. Quelle: Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, Roer-Departement Nr. 01647. Diese Listen sind abgedruckt in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2018/1,2 und 2019/1. Die Hefte können bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bild 1: Auszug aus der Liste

 

Bild 2: Büderich auf der Karte „Rhein-Übergang der Franzosen bei Eichelskamp, Uerdingen und Hamm-Düsseldorf am 5./6.9.1795“ (nach Entwurf von E. von Schaumburg)


Düsseldorfer Brauermeister und Knopfmacher von 1768

Im Landesarchiv NRW in Duisburg befindet sich in der Akte Jülich-Berg II, Nr. 4281, eine Liste der Brauermeister von 1768 und in Jülich-Berg II, 4288, S. 84/85 eine Liste der Düsseldorfer Knopfmacher.

Im 18. Jahrhundert war das Handwerk durch Teuerungen und Überbesetzungen der Hand-werksberufe in eine Krise geraten. Die Regierung versuchte daher, die Zünfte zu reformieren. In dem Zusammenhang befahl Kurfürst Karl Theodor 1768, die Zunftordnungen zu überprüfen und Listen der Zunftmitglieder aufzustellen. Dabei sind die hier abgedruckten Listen der Düsseldorfer Brauermeister und Knopfmacher entstanden.

Diese Listen sind abgedruckt in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2007/4. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

 

Bild 1: Auszug aus der Liste der Brauermeister

Bild 2: Der Bierbrauer. Holzschnitt von Jost Amman aus: Beschreibung aller Stände. Frankfurt 1568


Alt-Düsseldorfer Häusernamen

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts hatten die Häuser in der Düsseldorfer Altstadt keine Hausnummern sondern Hausnamen. Entsprechend ihrem Namen hatten viele Häuser passende Hauszeichen, die meist über der Haustür angebracht waren. Als die Stadt größer wurde, kam man mit diesen Hauszeichen nicht mehr aus. Deshalb ging man dazu über, die Häuser mit Nummern zu versehen. Die erste Nummerierung war 1798. Man gab den Häusern eine fortlaufende Numerierung. Das stiftete Verwirrung, da in einer Straße die Häuser unterschiedliche und nicht mehr fortlaufende Nummern hatten. 1805, 1816 und in den zwanziger Jahren wurde das Nummerierungssystem geändert, bis schließlich 1858 durch eine Polizeiverordnung alle Straßen eine endgültige Numerierung bekamen, die bis heute gültig ist.

In der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 1980, Heft 1, ist eine Liste der Häusernamen in der Düsseldorfer Altstadt mit den alten, älteren und den 1858er Nummern abgedruckt. Aufgeführt werden nur die Häuser, die einen Hausnamen haben.

Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bild: Häuser in der Düsseldorfer Altstadt, am „Rheinort“ um 1911


Podcast des BR zur DNA Genealogie

Im Mai gab es im Bayrischen Rundfunk einen Beitrag von Renate Ell
über DNA-Genealogie.Es werden darin die verschiedenen Aspekte der DNA-Genealogie (Treffervergleich, Herkunftsschätzungen, alte DNA, DNA-Genealogie und Kriminalistik) angesprochen und vorgestellt. Der Podcast ist hier abrufbar.


Das digitale historische Archiv Köln

Zivilstandsregister und Zweitschriften der Personenstandsregister DieZivilstandsregister und Zweitschriften der Personenstandsregister sind Archivgut des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen. Das Landesarchiv hat hiervon Reproduktionen angefertigt und diese, soweit sie qualitätsgesichert vorliegen, für die digitale Nutzung zur Verfügung gestellt. Das Historische Archiv der Stadt Köln macht diese als Ersatzüberlieferungfür die zurzeit nicht zugänglichen Erstschriften zugänglich.

Die Navigation erfolgt über die blaue Leiste auf der linken Seite. Es kann zwischen Personenstandsregistern und Zivilstandsregistern gewählt werden. Danach ist das gesuchte Standesamt zu wählen. Bei den Zivilstandsregistern stehen Register zu Sterbefällen, Geburten und Heiraten zur Verfügung, bei den Personenstandsregistern nur zu Sterbefällen. Diese werden durch Anklicken geöffnet. Darunter wird eine Gliederung nach Jahrgängen dargestellt. Wiederum darunter finden sich die einzelnen vorhandenen Bände. Namensverzeichnisse werden mit dem Zusatz „-nv“ gekennzeichnet, sofern sie vorhanden sind.

Wenn ein Band ausgewählt wird, lädt der Browser zuerst alle Vorschaubilder auf der rechten Seite und dann die Reproduktion der ersten Seite in der Mitte. Das kann je nach Umfang des Bandes und Schnelligkeit der Internetanbindung einige Zeit dauern. Eine Navigation im Register kann über die Vorschaubilder rechts oder über die Symbole über dem Bild stattfinden.


Steuerliste von 1689 für Wersten, Itter und Himmelgeist

Der Grund für diese Steuerzahlungen 1689 im Amt Monheim, zu dem Wersten, Itter und Himmelgeist gehörten, waren die Pfälzischen Erbfolgekriege des französischen Königs Ludwig XIV. Die Franzosen forderten von der Residenzstadt Düsseldorf 200.000 Taler Kontributionen. Die Landstände des Herzogtums Jülich-Berg mussten diese hohe Summe übernehmen und verteilten die Kontributionen auf die Städte und Ämter. Die Steuer ergab für

Wersten          98 Taler           10 Albus

Himmelgeist   88 Taler           60 Albus

Itter                 64 Taler           78 Albus         8 Heller.

Das Original der Steuerliste befindet sich im Stadtarchiv Düsseldorf, Signatur: I 233. Die Steuerliste ist abgedruckt in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 1998/Heft 3. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bild 1: Auszug aus der Liste

Bild 2: Karte von Himmelgeist 1786 von Geometer Joh. Peter Stader (Landesarchiv NRW, Stift Gerresheim, Akten 44 a)


Online-Tutorials des Familienforscherstammtisch Unna

Am 9.März diesen Jahres war eine Gruppe des Düsseldorfer Vereins für Familienkunde zu Gast in den Räumen des Familienforscherstammtisch Unna. Die Forscherfreunde aus Unna sind in der glücklichen Lage, im Dortmunder Center für Familienforschung hervorragend eingerichtete und ausgestattete Räume nutzen zu können. Leider sind auch diese Räume wegen der aktuellen Corona-Krise zur Zeit geschlossen. Um die dadurch entstehende Lücke ein wenig zu füllen, hat Georg Palmüller aktuell zwei Video-Tutorials erstellt und über Youtube im Netz veröffentlicht. Die Tutorials sind über die nachfolgenden Links erreichbar:

1) Das Familysearch-Forschungswiki - Eine Fundgrube für Ahnenforscher 

2) Effektive Suche in Genealogischen Datenbanken mit Wildcards

3) Kirchspielsuche mit Meyers Gazetteer

4) Digitalisierte Deutsche Bestände in Familysearch

5) Mapire - Portal für historische Karten

6) Hinweise zum Download von Digitalisaten aus Familysearch

7) Alte Familienfotos für die Ewigkeit bewahren


Liste der Höchstbesteuerten des Kantons Duisburg aus dem Jahre 1812

In den Akten des Großherzogtums Berg im Landesarchiv befinden sich Listen der sog. „Notablen“, der Höchstbesteuerten, aus den Kantonen des Rheindepartements. Diese Listen sind angelegt worden, weil aus ihnen die Kandidaten für die Munizipalräte, die Maires und die Adjunkte gewählt werden sollten.

Die Aufstellung der Listen anzufertigen, wurde durch ein kaiserliches Dekret vom 15.3. 1812 befohlen. Die Steuerpflichtigen wurden nach der Höhe ihrer Quoten eingeschrieben, so dass der am höchsten Besteuerte am Anfang steht. Die Liste von Duisburg ist erschienen in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2019, Heft 2. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bild: Duisburg um 1850. Stahlstich, Museum der Stadt Duisburg


Emigranten aus Frankreich um 1792 in Düsseldorf

Nach dem Beginn der Französischen Revolution verließen zahlreiche Adelige Frankreich. Später folgten auch Geistliche und nichtadelige Franzosen, die Gegner der Revolution waren und daher um ihr Leben fürchteten.

Sehr viele französische Emigranten kamen nach Düsseldorf. Im Dezember 1792 waren es mehr als 500 französische Familien. Mit ihrem großen Gefolge wurden sie in der Stadt sehr lästig, zumal ihnen eine große Schar Abenteurer folgten. Als 1794 die Revolutionsheere am Oberkasseler Ufer erschienen, ergriffen viele von ihnen die Flucht.

In der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2019, Heft 1, wird über die Situation der Emigranten mit Hilfe von zeitgenössischen Berichten erzählt. Gleichzeitig enthält der Aufsatz eine Aufzählung von Taufen der Kinder der Emigranten in Düsseldorf in der Kirche St. Lambertus.

Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bild: Einzug Napoleons in Düsseldorf 1811. Lithographie v. J. Petersen


Informationen zu Personen aus Düsseldorf im 17./18. Jahrhundert aus dem Archiv der Freiherren v. Spiering

In dem Aufsatz von Leo Peter im Düsseldorfer Jahrbuch 2012, „…sehr grosse mutationes absonderlich zu Düsseldorf“ berichtet der Autor über zahlreiche personen- und kulturgeschichtliche Einzelheiten, die er zu der Geschichte der Stadt im Freiherrlich-von-Spiering’schen Archiv, das sich im Stadtarchiv Wegberg befindet, gefunden und notiert hat, weil es nur wenige Zeugnisse von Düsseldorfs Geschichte vor 1800 gibt. In dem erwähnten Aufsatz werden u.a. Handwerker, Händler, Ärzte, Wirte und Beamte aus Düsseldorf aufgezählt, die mit der Familie von Spiering zu tun hatten. Diese Namen sind in der Schriftenreihe „Düsseldorfer Familienkunde“ 2013/2 aufgelistet. Notiert sind dort Name, Beruf, Jahr der Erwähnung und Ergänzungen zu der Person aus anderen Quellen. Diese Ausgabe der „Düsseldorfer Familienkunde“ kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bild: Der Faßbinder. Kupferstich v. Christoph Weigel, 1698


Eingeschränkte Öffnung der Lesesäle des Landesarchivs NRW            ab 27. April 2020

Um die vorgegebenen Abstandsregelungen zwischen Personen auch im Lesesaal einzuhalten, müssen sich alle Benutzer vor ihrem Besuch bei den Lesesälen der jeweiligen Abteilung anmelden. Die Plätze in den Lesesälen sind begrenzt. Eine Voranmeldung zum Besuch im Lesesaal kann ab jetzt erfolgen. Bitte beachten Sie, dass Sie sich mindestens zwei Tage vor Ihrem Besuch per E-Mail anmelden müssen. Die schriftliche Anmeldung ist zwingend erforderlich. Sie erhalten eine Bestätigung Ihrer Anmeldung, die Sie bei Ihrem Besuch vorlegen müssen. Ohne Anmeldungsbestätigung kann kein Besuch im Lesesaal stattfinden. 

Voranmeldungen sind standortabhängig an folgende Mailadressen zu richten:  

rheinland@lav.nrw.de


„Verzeichnus der Bürgeren van Dusseldorff forderungen in septembris Anno c95 gehaldenen Vergelichung“/„Verzeichnis der Düsseldorfer Bürger, die Forderungen an den Herzog haben. Aufzeichnungen 1595“

Im Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, befindet sich in der Abteilung Jülich-Berg III, wo Schulden und Rechnungssachen aufgelistet sind, in Teil I, Nr. 1644, das oben genannte Verzeichnis. Es besteht aus zwei Listen, in der jeweils dieselben Düsseldorfer Bürger mit ihren Forderungen an den Herzog Johann Wilhelm zum Vergleich aufgelistet sind.

Diese Liste ist in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2010/4 veröffentlicht worden. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bildunterschrift: Herzog Johann Wilhelm. Kupferstich von Willem Swanenburg, 17. Jh.


Übersicht des Medizinalpersonals in der Mairie Eckamp

Im Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, Bestand Großherzogtum Berg, befinden sich Akten, die u.a. eine Aufstellung des „Medizinalpersonals“ in den Mairien des Arrondissements Düsseldorf enthalten (LAV NRW, Abt. Rheinland, Bestand Großherzogtum Berg, Nr. 11385 II). Diese Akten sind eine interessante personengeschichtliche Quelle für die Personen, die um 1809 zur Zeit des Großherzogtums Berg in diesen Orten im Gesundheitswesen tätig waren. In der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2017/3 ist die Liste des Medizinal-Personals für die Mairie Eckamp von 1809 und 1810 abgedruckt.

Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

 

Bild: Der Doctor (aus dem Ständebuch von Jost Amman 1568)


Wahllisten des Roer-Departements - Mairie Holzheim

Das Roer-Departement wurde 1798 eingerichtet. Es war in vier Arrondissements eingeteilt: Aachen, Köln, Krefeld und Kleve. Die Arrondissements waren in Kantone gegliedert, die mehrere Mairien umfassten. Aufgelistet wurden die wahlberechtigten Bürger der Mairie Holzheim (Arrondissement Krefeld – Kanton Neuss). Diese Listen wurden auf Grund des Senatsbeschlusses vom 4.8.1802 aufgestellt. Sie enthalten die in der Mairie Holzheim wohnenden und Bürgerrechte genießenden Bürger ab 21 Jahre. Aus den in den Listen genannten Bürgern sollte dann eine Kantonalversammlung gebildet werden (Foto/Quelle: Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, Roer-Departement Nr. 01647).

Die Liste ist in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2017, Heft 1 und 2, abgedruckt. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

 
 

Bild: Holzheim auf der Preußischen Kartenaufnahme von 1844


Die deutschen Geschlechterbücher

... ein Kulturgut erster Klasse! Sie sind ein Quellen- und Sammelwerk mit den Stammfolgen deutscher bürgerlicher Geschlechter. Das erste Buch erschien 1889 im Verlag von C.F. Mahler, das letzte im C.A. Starke Verlag 1944. Der Zweck der Buchserie war, eine Anregung zu familiengeschichtlichen Aufzeichnungen zu geben. Der Verlag Mahler versprach 1889 die Sicherung der Daten zur allzeitigen Einsichtnahme. Dies gelang sogar über zwei Weltkriege hinweg! Sie finden hier den Link zum Geschlechterbuch-Inhaltsverzeichnis:

Das neue Geschlechterbuch-Inhaltsverzeichnis (für Windows) (ZIP ungefähr 38 MB)

Die Datei beinhaltet 135.435 Nachnamen, gebildet aus 630.017 Einträgen der Geschlechterbücher Band 1 bis Band 185. Hinweis zur Nutzung: Nachdem die ZIP-Datei heruntergeladen und entpackt wurde, muss zum Ausführen des Programms unter Windows die Datei "Start ...exe" gestartet werden.Die Bände 1 (1889) bis 18 (1910) sind digitalisiert und im Katalog der Universitäts- und Landesbibliothek der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität einsehbar.

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Düsseldorfer Handwerkerlisten von 1768, hier: Schneider

Im 18. Jahrhundert war das Handwerk durch Teuerungen und Überbesetzungen der Handwerksberufe in eine Krise geraten. Die Regierung versuchte daher, die Zünfte zu reformieren. In dem Zusammenhang befahl Kurfürst Karl Theodor 1768, die Zunftordnungen zu überprüfen und Listen der Zunftmitglieder aufzustellen. Dabei ist die hier abgedruckte Liste (Foto) der Düsseldorfer Schneider am 25.8.1768 entstanden (Landesarchiv NRW, Jülich Berg II, 4294, S. 27).

Die Liste ist in der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2011, Heft 3, abgedruckt. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de

 
 

Bild: Der Schneider. Holzschnitt v. J. Amman aus: Beschreibung aller Stände. 1568

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Liste der Höchstbesteuerten des Kantons Ratingen aus dem Jahre 1812

In den Akten des Großherzogtums Berg im Landesarchiv NRW in Duisburg befinden sich Listen der sog. „Notablen“, der Höchstbesteuerten, aus den Kantonen des Rheindepartements. Diese Listen der Höchstbesteuerten anzufertigen, wurde durch ein kaiserliches Dekret vom 15.3.1812 befohlen. Die Steuerpflichtigen wurden nach der Höhe ihrer Quoten eingeschrieben, so dass der am höchsten Besteuerte am Anfang steht. Die Liste enthält Namen, Vornamen, Stand, Kanton und Wohnort. Foto: Auszug aus der Liste des Kantons Ratingen. Dazu gehörte damals die Mairie Ratingen, die Mairien Eckamp, Mintard, Angermund und Kaiserswerth. (Quelle: Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, Großherzogtum Berg Nr. 09756)

Die Liste ist in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2016, Heft 2, abgedruckt. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

 

 

Bild: Haus zum Haus Ratingen 16 Jh. (Federzeichnung v. G. A. Fischer 1892)

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Die Huldigungsliste von 1730/31 für Düsseldorf

Am 21.7.1730 hatte Kurfürst Carl Philipp eine Eventual-Erbhuldigung für seinen Bruder Franz Ludwig, Erzbischof und Kurfürst von Mainz, als künftigen Landesherrn von Jülich-Berg angeordnet. Diese personengeschichtliche Quelle hat Dr. Burghardt bearbeitet. Die Liste (Foto) enthält ca. 1100 Namen der „einwendigen“ Düsseldorfer Bürger. In der Huldigungsliste wurden die Bürger nach der Reihenfolge der Straßen aufgeführt. Dr. Burghardt hat die Namen durchnumeriert und sie in alphabetische Reihenfolge gebracht. Neben den Namen enthält die Liste die Straße, in der der Bürger wohnt, und die Nummer, die anzeigt, an welcher Stelle er in der Huldigungsliste steht. So kann man gesuchte Personen schnell finden. Die Huldigungsliste ist in der Schriftenreihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 1997, Heft 3, bis 1998, Heft 3, abgedruckt. Die Hefte können bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

 
 

Bild: Düsseldorf, Ansicht der Rheinfront, 2. Hälfte d. 19. Jh., Sammlung Wietzorek

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Besuch im „Center für Familiengeschichte“ von FamilySearch in Dortmund   

Am 9.3.2020 besuchten 16 Mitglieder des „Düsseldorfer Vereins für Familienkunde e.V.“ das Center für Familiengeschichte in Dortmund. Das Center hat 12 PC-Arbeitsplätze, an denen wir von vier Mitarbeitern bei unseren genealogischen Forschungen betreut wurden. Das Center besteht seit über 30 Jahren. Es startete 1988 in den Kellerräumen des Gemeindehauses der „Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage“ als Begegnungsstätte für Familienforscher. Herr Palmüller stellte zuerst in einer Power-Point-Präsentation die Suchmöglichkeiten auf der Homepage www.familysearch.org vor. FamilySearch wurde bereits 1894 gegründet. Seit 1922 finden Indexierungen statt. 1938 begann die Microverfilmung von Kirchenbüchern und Standesamtsunterlagen, 1998 fing man mit derDigitalisierung an und seit 1999 ist die Webseite online. Neben dem Computer-Raum gibt es in Dortmund noch einen kleinen Besprechungsraum, in dem auch ein Gerät für kostenlose Digitalisierung von Büchern und Fotos steht. In einem weiteren Raum können Sprachaufnahmen erfolgen, um sie für die Nachwelt zu erhalten. Sie können ggfs. zum Stammbaum auf FamilySearch hochgeladen werden. Auf den Computern im Center können auch kostenlos die Seiten von Geneanet https://de.geneanet.org/ , MyHeritagehttps://www.myheritage.de/ , Ancestry https://www.ancestry.de/ und das Portal für katholische Kirchenbücher http://data.matricula-online.eu/de/ von den Besuchern eingesehen werden. FamilySearch hat auch eine Hotline für Benutzer in deutscher Sprache 00-800-1830-1830. Adresse des Centers: Carl-von-Ossietzky-Str. 5, 44225 Dortmund, Tel. 0231-72 50 5628, www.cffg-dortmund.org

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Schülerliste einer Düsseldorfer Privatschule 1832

Im Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland in Düsseldorf befindet sich in der Archivale Nr. 114 eine Liste der „Schüler der Crumbachschen Schule“. Der Gründer der Schule, Anton Heinrich Crumbach, geboren am 23.5.1791 in Ratingen, war der Sohn des Ratinger Schuldirektors Johann Jakob Crumbach und der Johanna Agnes Blödgen. Die Schule befand sich in Düsseldorf auf der Wallstraße 694. Anmerkung: zur damaligen Zeit wurden die Häuser in der ganzen Stadt von 1 beginnend fortlaufend nummeriert. Das erklärt die hohe Häusernummer. Erst später begann dann jede Straße mit der Hausnummer 1.

 

Unser Mitglied Gerhard Blödgen (Foto) hat diese Schülerliste im Heft 1/2003 der „Düsseldorfer Familienkunde“ veröffentlicht. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

 
 

Bild: Schule im 17. Jh., Kupferstich v. Abraham de Bosse (1602-1678)

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Kopfsteuerliste von Ratingen aus dem Jahr 1663

„Verzeichnus der Capitation Gelder der binnen und bauschen burgerschaft der Statt Rattingen, deß erste termins uff Ostern 1663 Jahres erfallen, so sich ertragen ad 182 RT, 3 ort, 16 alb. Zweiter termin uff Bartholomai ertragt sich gleichfalls ad 182 Rt, 3 ort, 16 alb.“

Die Kopfsteuer wurde von Männern und Frauen, Söhnen und Töchtern (über 15 Jahre), Knechten und Mägden erhoben. Soldaten, arme Einwohner und Geistliche waren von der Steuer befreit, letztere zahlten dafür eine Art Rentensteuer. Die Steuerliste befindet sich im Landesarchiv NRW, Abt. Rheinland, Berg. Landstände Nr. 486, S. 66.

Diese Liste ist in den Heften 4/2007 und 1 u. 2/2008 der „Düsseldorfer Familienkunde“ veröffentlicht worden. Die Hefte können bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Bild: Der Steuereinzieher. Gemälde von Marinus van Reymerswaele, 1542

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Liste der Höchstbesteuerten des Kantons Werden aus dem Jahre 1812

In den Akten des Großherzogtums Berg im Landesarchiv befinden sich Listen der sog. „Notablen“, der Höchstbesteuerten, aus den Kantonen des Rheindepartements. Diese Listen der Höchstbesteuerten anzufertigen, wurde durch ein kaiserliches Dekret vom 15.3.1812 befohlen. Die Liste enthält Namen, Vornamen, Stand, Kanton und Wohnort der Notablen. Die Steuerpflichtigen werden nach der Höhe ihrer Quoten eingeschrieben, so dass der am höchsten Besteuerte am Anfang steht.

Diese Liste ist in Heft 2/2015 der „Düsseldorfer Familienkunde“ veröffentlicht worden. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de

Werden, Kupferstich von Merian 1647

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Inhaltsverzeichnis Düsseldorfer Familienkunde 2019/3

Hier sind exemplarisch die Inhaltsverzeichnisse von drei Heften der „Düsseldorfer Familienkunde“ aus verschiedenen Jahren aufgeführt. Die Zeitschrift des „Düsseldorfer Vereins für Familienkunde e.V.“ erscheint viermal jährlich zum Preis von insgesamt 16 €. Wer sie abonnieren möchte, wende sich bitte an die Vorsitzende des Vereins, Frau Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de.

Osmann, H. U.: Die Pächter der Gustorfer Wassermühle im 17. Jahrhundert. S.65                                                                                                                              Die Gaunerkartei S. 71                                                                                       Wege, P.: Ein Besuch im „Center für Familiengeschichte“ von FamilySearch         in Dortmund S.72                                                                                               Wege, P.: 100-Jahr-Feier S.75                                                                                    Wege. P.: Der Serviceblock: Dokumente digital sichern S.75                                   Schroff, H. J.: Namensdefinition Lohgerber S.76                                                Buchhinweise: H. Muschler: Werdener Friedhöfe S.76                                              Buchhinweise:                                                                                                         Sebetzky, H.: Eheschließungen der Pfarrei Hamm 1810-1849 (Cr – Eyck) S. 77                                                                                                                          Kuth, H.: Schatz- und Lagerbuch des Amtes Mettmann 1670 - 1700 (Schluss) S.85                                                                                                                Suchanzeigen S.86                                                                                                   Neue Bücher in unserer Bücherei S.88                                                                      Kohtes, F: Todesanzeigen von Adel. Teil S. 589                                                      Degenhard, M.: Zeitschriftenschau S. 92                                                              Kurz berichtet S. 94

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Wir laden ein zum Vortrag „Rosenkranz und Totenkrone“

Archäologie im Schatten der Basilika St. Lambertus, Düsseldorf

Peter Schulenberg informiert über Ausgrabungen auf dem bis 1769 bestehenden Friedhof der Pfarrgemeinde. Die Funde geben einen eindrucksvollen Einblick in die Bestattungsriten und die Lebensumstände der Düsseldorfer Bürger zu der Zeit.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 13. Februar 2020, um 19.00 Uhr, im Gerhart-Hauptmann-Haus in 40210 Düsseldorf, Bismarckstr. 90, 4. Etage, Raum 412, statt.

Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos. Gäste sind herzlich willkommen!

 

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Die Berufe der Gerresheimer Bevölkerung im 17. und 18. Jahrhundert

In diesem Aufsatz werden die Berufe der Gerresheimer Bevölkerung von 1624-1764 mit Hilfe folgender Quellen aufgelistet:

  1. Die Gerresheimer Kirchenbücher
  2. das Kopfsteuerregister von 1673
  3. Aufsätze zur Gerresheimer Geschichte, verfasst von dem Autor „Montz“, abgedruckt in „Rund um den Quadenhof“ 1977-1981.

Auszug:

BADEN, Ludger, ∞ vor 1637 Sofia N.                       Küster

BADEN, Peter, erw. 1637                                          Küster

BARDENSTEIN, Johann, erw. 1673                         Zimmermann

BECHLENBERG, Jacob, ∞ 1684 Maria Schorn       Bürgermeister

BIRENBACH, Valentin, erw. 1758 u. 1782                Schulmeister, Notar

Der Aufsatz ist abgedruckt in „Düsseldorfer Familienkunde“ 1991, Heft 4. Wer das Heft beziehen möchte, wende sich an Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de

Bild: Gerresheim in der Topographie Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies (1715)

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Die Ratinger Zunftmeister im Jahre 1768

Etwa seit dem 12. Jahrhundert schlossen sich in den Städten die meisten Handwerker zu Gemeinschaften zusammen, die später „Zünfte“ genannt wurden. Diese Zünfte herrschten mit strengem Regiment. Sie beeinflussten das Leben ihrer Mitglieder vom Eintritt in die Zunft bis zum Tode. In Statuten wurden die Arbeitszeit, die Rechte und Pflichten von Lehrlingen, Gesellen und Meistern, die Qualität der Verarbeitung, die Zulassung zur Meisterprüfung und die Preisgestaltung geregelt.

Im Landesarchiv NRW befinden sich nun im Bestand Jülich-Berg II Akten, die die Ratinger Zünfte betreffen. Es handelt sich um Bestätigungen der Zunftordnungen durch die Kurfürsten Johann Wilhelm und Karl Theodor 1712 und 1769 für folgende Ratinger Zünfte: Bäcker, Schuster und Hamacher (= Sattler), Schneider, Hutmacher, Schmiede. Die Schmiede waren die bedeutendste Zunft in Ratingen. Die übrigen Zünfte dienten hauptsächlich dazu, die Bedürfnisse der Stadtbevölkerung zu befriedigen; sie produzierten nicht für den Handel. 1769 gab es in Ratingen nur noch fünf Zünfte: die Schmiede-, Schuster-, Hamacher-, Schneider- und Bäckerzunft, da im 18. Jahrhundert viele Missstände im Handwerkerstand herrschten. Um Abhilfe zu schaffen, hob der Kurfürst Karl Theodor 1768 alle von ihm bestätigten Zünfte auf. Die Städte wurden angewiesen, ihm die Anzahl der Zunftmeister anzugeben und Vorschläge zur Verbesserung des Zunftwesens zu machen. Der Ratinger Magistrat teilte ihm daraufhin die folgenden Zunftmeister mit:

Schmiede (Auszug aus der Liste):

Dieses ist die anzahl unserer lobliche Schmit Zunfts Meisteren zu Ratingen wie folgt:

Erstlich Ewerhart Leytman

Johan Pleys

Lutgerus Roßen

Luttuwig Klöckener

Hinrich Schulten

Franciscus Fleus

Wittib Heckermans

Die Liste der Zunftmeister ist in Heft 4/2006 der „Düsseldorfer Familienkunde“ veröffentlicht worden. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de .

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Das Medizinalpersonal der Mairie Ratingen um 1810  

Im Landesarchiv NRW, Bestand Großherzogtum Berg, Nr. 11394, befindet sich eine Akte,die u.a. eine Aufstellung des „Medizinalpersonals“ in der Mairie (Bürgermeisterei) Ratingenenthält. Ratingen gehörte seit 1806 unter Joachim Murat, einem Schwager Napoleons, zumGroßherzogtum Berg. Diese Akte ist eine interessante personengeschichtliche Quelle über die Personen, die um 1800 in Ratingen im Gesundheitswesen tätig waren. Darüber hinaus brachten weitergehende Recherchen zu dem Apotheker Korte und dem Wundarzt Eisenhuth Erkenntnisse über die vermutlich erste Apotheke in Ratingen und über den Berufsstand derWundärzte. Die Liste des „Medizinalpersonals“ ist in Heft 1/2005 der „Düsseldorfer Familienkunde“ veröffentlicht worden. Das Heft kann bezogen werden bei Monika Degenhard, KrummenwegerStr. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96, E-Mail: monika.degenhard@t-online.de

 

Bild: Wundarzt mit Gehilfen am Bett eines blutrünstigen Kranken. Holzschnitt aus: H. Brunschwig, Chirurgie, Straßburg, Grüninger, 1497.

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Der Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds
Vom 15. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts wurden im Rheinland über 300 Studienstiftungen errichtet. Die Stifter waren im allgemeinen Geistliche, die ihren Verwandten durch die Stipendien den Weg zum Studium erleichtern wollten. Das Vermögen der Stiftungen besteht meist aus Bargeld, Ländereien und Kapitalwerten, aus deren Erträgen die Stipendien bezahlt wurden und werden.
Die Stiftungen sind im Umfeld der Kölner Schulen und Universitäten entstanden, da die Stifter meist ihre Ausbildung auf einem der drei Kölner Gymnasien gemacht haben. Verwalter der Stiftungen waren im allgemeinen die Leiter der Gymnasien. Sie mussten dafür Sorge tragen, dass die Stiftungen im Sinne der Stifter verwandt wurden. Ihre Absichten haben diese in ihrem Testament bzw. der Stiftungsurkunde dargelegt.
Als in napoleonischer Zeit die Gymnasien und die Universitäten aufgehoben werden, endet auch die Verwaltung der Familienstiftungen durch die Regenten der Kölner Gymnasien. 1868 werden die Stiftungen im „Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds“ zusammengefasst, der sie seitdem verwaltet und zweimal jährlich Stipendien vergibt.
Die meisten Stiftungen sind für die Nachkommen der Familien des Stifters gedacht; so sind im Laufe der Zeit viele Abstammungstafeln angelegt worden, um die Berechtigung an der Stiftung nachzuweisen. Diese handgeschriebenen Nachkommenschaftstafeln werden in der Verwaltung der Stiftungen in Köln aufbewahrt. Sie sind eine Fundgrube für Familienforscher, die damit ihre Linie weit zurückverfolgen können und dadurch auch in den Genuss einer Stiftung kommen können
Karl H. Boley, Köln, hat diese Stammtafeln in 15 Bänden veröffentlicht. Seine Bücher enthalten eine Biographie des Stifters, eine Beschreibung der Stiftung und die dazugehörigen Nachkommenschaftstafeln. Interessierte können diese Bände in der Bibliothek des „Düsseldorfer Vereins für Familienkunde e.V.“ und im Internetshop der „Westdeutschen Gesell-schaft für Familienkunde“ einsehen bzw. bezogen werden.

Bild: Ausschnitt aus K. H. Boley, Stiftungen des Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds. Bd. 11: Stiftung Seulen

Bild: Der Stifter Cornelius Seulen (Köln 1687, Rheinisches Bildarchiv Nr. 103635)

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Liste der Höchstbesteuerten von Düsseldorf aus dem Jahre 1812
1806 wurde das Großherzogtum Berg aus dem bisherigen Herzogtum Berg und dem rechts-rheinischen Teil des Herzogtums Kleve gebildet. Es wurde wie in Frankreich in Departements und Arrondissements und in Kantone eingeteilt.
In den Akten des Großherzogtums Berg im Landesarchiv NRW befinden sich Listen der sog. „Notablen“, der Höchstbesteuerten, aus den Kantonen des Rheindepartements. Diese Listen der Höchstbesteuerten anzufertigen, wurde durch ein kaiserliches Dekret vom 15.3.1812 befohlen. Die Steuerpflichtigen wurden nach der Höhe ihrer Quoten eingeschrieben, so dass der am höchsten Besteuerte am Anfang steht.
Quelle: LAV NRW, Abt. Rheinland, Großherzogtum Berg 09756
Die Liste der Höchstbesteuerten von Düsseldorf aus dem Jahre 1812 wurde in der Schriften-reihe der „Düsseldorfer Familienkunde“ 2015, Heft 1, veröffentlicht. Es kann bezogen wer-den bei Monika Degenhard, Krummenweger Str. 26, 40885 Ratingen, Tel. 02102/3 51 96,
E-Mail: monika.degenhard@t-online.de .

 

Bild: Düsseldorf, Rheinansicht. Kupferstich nach Merian, um 1795

 

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